Die Einstellung zum BH hat sich bei Frauen in den letzten Jahren deutlich gewandelt. Galt der Büstenhalter lange als unverzichtbares Kleidungsstück für Halt und eine definierte Silhouette, entscheiden sich heute immer mehr Frauen bewusst für Modelle ohne Bügel. Aber wie gesund ist es wirklich, keinen Bügel zu haben? Einige Antworten darauf liefert dieser Artikel.
Kann der Bügel wirklich weg?
Nichts kneift oder zwickt, stattdessen spürt man ihn kaum. Immer mehr Frauen entscheiden sich gegen den Bügel und bevorzugen BHs ohne zusätzliche Stütze. Die Brust behält dabei eher ihre natürliche Form, ohne stark modelliert zu werden. Das ist besonders angenehm bei viel Bewegung oder langem Sitzen. Außerdem ist der BH ohne Bügel optimal für empfindliche Haut. Da es wenige Reibungspunkte und wenige Druckstellen gibt, entstehen weniger Hautreizungen.
Ist der BH zudem aus natürlichen Materialien wie etwa Baumwolle, profitiert die Haut zusätzlich. Solche Stoffe sind atmungsaktiv, saugfähig und fühlen sich besonders weich an. Sloggi Unterwäsche bietet dafür eine ganz besonders große Vielfalt. Der Hersteller hat sich auf BHs und Höschen spezialisiert, die ein freies Gefühl bieten und nachhaltig sind.
Für wen ist der BH ohne Bügel geeignet?
Bevor die Entscheidung für oder gegen einen Büstenhalter ohne Bügel fällt, ist der Blick auf die eigene Brust wichtig. Frauen mit kleinen bis mittleren Cup-Größen (A–C) benötigen häufig weniger strukturelle Unterstützung. Für sie kann ein bügelloser BH eine angenehme, natürliche Alternative darstellen, da er genügend Halt bietet, ohne die Brust stark zu formen. Auch Frauen, die ein weiches, kaum spürbares Tragegefühl bevorzugen, profitieren von solchen Modellen.
Allerdings ist der zügellose BH nicht für jede Frau eine optimale Wahl. Bei größeren Cups – ab etwa Größe D – kann es passieren, dass die Brust nicht ausreichend gestützt wird. Ohne den Bügel neigen die Büstenhalter dazu, schneller zu verrutschen und die Brust nach unten abfallen zu lassen. Da der halt ohne den Bügel fehlt, kann es langfristig auch zu Haltungsschädigungen und Verspannungen im Nackenbereich kommen.
BH-Größe richtig ermitteln
Damit der BH mit oder ohne Bügel optimal sitzt, muss er die richtige Größe haben. Doch viele Frauen wissen gar nicht, welches Cup oder welche Unterbrustweite sie haben. Dabei ist die Messung gar nicht schwer. Zunächst wird der Unterbrustumfang gemessen. Dafür eignet sich ein Maßband, welches direkt unter die Brust gelegt und um den Körper geführt wird. Das ermittelte Ergebnis wird in Zentimetern notiert. Er bestimmt später die Bandgröße (z. B. 75, 80).
Im nächsten Schritt geht es um den Brustumfang. Das Maßband wird über den vollsten Punkt der Brust geführt und locker angelegt. Wichtig dabei: normal atmen und gerade stehen. Auch diese Zahl wird aufgeschrieben.
Nun geht es um die Berechnung der Differenz mit einer einfachen Formel: Brustumfang minus Unterbrustumfang. Das Ergebnis bestimmt die Cup-Größe. Als Richtwerte gelten:
- 12–14 cm → Cup A
- 14–16 cm → Cup B
- 16–18 cm → Cup C
- 18–20 cm → Cup D
- 20–22 cm → Cup E/F
Damit lässt sich jetzt die vollständige BH-Größe ermitteln. Liegt der Unterbrustumfang beispielsweise bei 78 cm, ist die Größe 75. Hat der Brustumfang 94 cm, beträgt die Differenz 16 cm und somit handelt es sich um einen Cup C. Die empfohlene BH-Größe würde 75C betragen.
Materialien können die BH-Größe verfälschen
Das Ergebnis für die ermittelte BH-Größe kann bei den Herstellern abweichen. Ein Grund hierfür ist die Materialauswahl. Baumwolle ist beispielsweise sehr dehnbar und passt sich dem Körper gut an. Dadurch sitzt ein BH ohne Bügel häufig auch bei kleinen Größenabweichungen.
Anders sieht es bei Spitze aus. Das Material ist deutlich weniger elastisch und weniger nachgiebig. Dadurch wirken die Körbchen oft etwas kleiner als bei Baumwolle. Die Folge: Ein 75C-Baumwoll-BH kann als Spitzenmodell in 75C zu eng sein, sodass 75D oder 80C besser passt.










































